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Agility ist Sport für Mensch und Hund

Beim Fair Play kannst du in verschiedene Gruppen Agility lernen und trainieren

Im Schnupperkurs lernen Anfänger die Grundlagen von Agility in Theorie und ganz viel Praxis. Der Schnupperkurs startet jeweils im Frühjahr. Trainiert wird einmal pro Woche bei einem Trainer-Team. Die Teilnahme am Schnupperkurs ist auch ohne eine Vereinsmitgliedschaft möglich.

Nach dem Schnupperkurs kannst du als Vereinsmitglied in einer der offenen Gruppen trainieren. Die Gruppen sind in der Regel gemischt in Hundegrößen und Leistungsstand. Die jeweiligen Trainer passen das Training an die Teilnehmer an. Hier besteht auch immer die Möglichkeit, neben dem Laufen des Parcours ein einzelnes Hindernis zu trainieren, z.B. den Slalom.

Für diejenigen, die alle Hindernisse beherrschen und auch gerne in Turnieren starten möchten, ist die Turniergruppe gedacht. Hier sind die Parcours schwieriger und bieten so eine Herausforderung für das Mensch-Hund-Team. Aus der Turniergruppe wird eine Vereins-Mannschaft zusammengestellt, die den Verein in der Vereinsmeisterschaft in der Region vertritt. Mehrere Male konnte sich die Mannschaft sogar für die Teilnahme an der Deutschen Vereins-Meisterschaft qualifizieren.

Egal welche Gruppe, für alle ist das Wichtigste: Gemeinsam mit dem Hund Spaß haben!

Fragen und Antworten zum Agility

Erfunden wurde Agility im Jahre 1978 von einem Briten namens Peter Meanwell, inspiriert durch das Springen im Pferdesport. Die Vorführung war als Pausenfüller für die Hundeshow im englischen Crufts gedacht. Schnelligkeit und Wendigkeit (engl. Agility) der Hunde steht dabei im Mittelpunkt. Auch auf einen guten Grundgehorsam wurde Wert gelegt. Offiziell anerkannt wurde Agility 1980 vom Kennek Club (KC) und bekam damit klar definierte Regeln. Der Sport verbreitete sich damit schnell im Rest der Welt.

Agility ist eine Teamsportart von Mensch und Hund. Ein Team besteht aus sechs Beinen, die in die selbe Richtung  laufen. Auf dem Weg müssen die Geräte in der richtigen Reihenfolge abgelaufen werden. Die Reihenfolge der Hindernisse im Parcours wird von einem Richter vorgegeben. Vom Hund und Hundeführer erfordert es eine gute Fitness, gute Koordination und eine schnelle Reaktion.

Gelenkt wird der Hund durch Hand- und Körperzeichen, sowie mit der Stimme. Die Geräte im Parcours sind die Hürden (Sprünge), fester Tunnel, Stofftunnel, Reifen, Slalom, Weitsprung, Doppelsprung und die Kontaktzonen (Laufsteg, Schrägwand, Wippe).

Prinzipiell sind die meisten Rassen für Agility geeignet, außer sehr große und schwere Hunde. Wenn man sich für diese Sportart für sich und seinen Hund entscheidet, sollte vorab ein Gesundheitscheck beim Tierarzt erfolgen, denn die Gelenke, Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder werden beim Sport beansprucht.

Junghunde kann man bereits spielerisch an das Training heranführen. Um alle Geräte trainieren zu können, muss der Hund ausgewachsen und je nach Hunderasse etwa zwischen 1 und 1,5 Jahre alt sein.

Unsere Trainer achten darauf, dass kein Hund im Training überfordert wird, denn die Gesundheit des Hundes darf nicht leiden.

Der Parcours ist der Bereich in dem Hund und Mensch die Geräte in der vorgegebenen Reihenfolge absolvieren.

Je nach Prüfungsstufe ist ein Parcours 100 bis 220 Meter lang. Abhängig von der Prüfungsstufe dürfen 15 bis 22 Geräte benutzt werden, davon müssen mindestens 7 Hürden sein. Das Paroursfeld sollte eine Mindestgröße von 20x40 Meter haben. Der Parcours besteht aus den verschiedenen Hindernissen, die der Richter nach seiner Phantasie gestalten kann, nach den Vorgaben aus dem Reglement.

Als zweite Wettkampfart gibt’s den Jumping, bei dem es keine Kontaktzonen (A-Wand, Steg, Wippe) gibt - was das Ganze schneller macht.

Zur Zeit gibt es 4 Leistungsklassen in Turnieren, von A0 bis A3. Jedes Hund-Mensch-Team beginnt in der A0. Dort ist der Parcours leicht aufgebaut und weder Slalom noch Wippe sind vorhanden. Bei "vorzüglicher" Leistung in Turnieren können sich die Hund-Mensch-Teams dann für die jeweils höhere Leistungsklasse qualifizieren.

Die unterschiedlichen Hundegrößen sind in drei Größenklassen unterteilt damit die Sprunghöhe zum Hund passt.

  • Small = kleiner als 35 cm Widerristhöhe (Sprunghöhe 25-30 cm)
  • Medium = ab 35 cm und kleiner als 43 cm Widerristhöhe (Sprunghöhe 35-40 cm)
  • Large = ab 43 cm Widerristhöhe (Sprunghöhe 55-60 cm)

Para-Agility ist Agility für Menschen mit Behinderungen. Dafür gelten die Regeln des Paragility World Cups. Für die Hunde gibt es die gleichen Größenklassen wie beim Agility. Bei den Menschen wird die Einteilung nach Art des Handicaps gemacht: z.B. Behinderung von Beinen oder Oberkörber, Rollstuhl mit oder ohne elektrischen Antrieb.

Kurze Antwort: Ja!

Agility hält nicht nur den Hund sondern auch den Mensch in Form. Es bietet ein gutes Rundum-Training für den Körper, beginnend beim Aufbau der Geräte für den Parcours und natürlich beim Durchlaufen gemeinsam mit dem Hund. Auch der Kopf wird gefordert, denn der Hundeführer muss sich die richtige Reihenfolge der Hindernisse im Parcours merken und dieses dann während des Laufs erinnern.

Impressionen vom Agility

Training mit Junghunden

Monika trainiert mit ihrem Border Collie 'Jamie' in kurzen Sequenzen und mit kleinen Hilfsmitteln: Damit die Kontaktzone bei der A-Wand getroffen wird, gibt's für den Hund dort ein 'Target' mit einem kleinen Leckerlie.

 

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Sina trainiert mit Joshi die 'Wechsel', d.h. die Situationen, wenn der Hundeführer die jeweils andere Hand nutzt um den Hund durch den Parcours zu leiten und das 'Außen', d.h. dass der Hund die Hürde von hinten nach vorn springt.

Wie viel Wechsel sind's?

Walter ist ein sehr erfahrener Agi-Sportler. Der kleine "Frechie" Freddie kennt den Hundeplatz schon seit Welpenalter. Springen darf er natürlich in diesem Alter noch nicht, doch über die Stangen laufen darf er schon.

In diesem Video seht ihr den ausgewachsenen Freddy, der inzwischen alle Geräte kennt.

Frech ist er noch immer, doch der kleine, wilde Berger de Pyrénées hat gut gelernt, im Parcours auf sein Herrchen zu achten.